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Sauerteig:
Brot backen wie früher –
einfach & natürlich

Gefühlt backt gerade jeder sein eigenes Sauerteigbrot.
Instagram ist voll mit knusprigen Laiben, eingeritzten Mustern und Startergläsern, die liebevoll Namen bekommen.

Ich dachte mir: Warum eigentlich nicht?
 
Also habe ich mich in dieses Abenteuer gestürzt – und festgestellt, dass Sauerteig viel mehr ist als nur ein Food-Trend.
Es ist eine Rückkehr zu einem Essen, das Zeit, Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdient.

Was ist Sauerteig überhaupt?

Sauerteig ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Mischung aus Mehl und Wasser –
die von Natur aus vorhandenen Hefen und Milchsäurebakterien beginnen darin zu arbeiten.

Das Ergebnis? Ein natürliches Triebmittel, das Brot nicht nur aufgehen lässt,
sondern ihm auch seinen einzigartigen Geschmack gibt.

Im Gegensatz zu Industriebrot braucht Sauerteig Zeit – und genau diese Langsamkeit macht ihn so besonders.

Für mich gibt es gleich mehrere Gründe:
 
  • Gesundheit: Durch die lange Teigführung werden bestimmte Bestandteile wie Gluten besser abgebaut und Nährstoffe leichter verfügbar.
  • Geschmack: Aromatisch, leicht säuerlich, einfach komplexer als Hefebrot.
  • Nachhaltigkeit: Keine künstlichen Zusätze, kein Plastik, keine endlosen Transportwege.
  • Haltbarkeit: Ein Sauerteigbrot bleibt oft mehrere Tage frisch – ohne Konservierungsstoffe.

Warum Sauerteig?

Um mit Sauerteig zu backen, brauchst du einen Starter
das ist die lebendige Kultur aus Mehl und Wasser, die dein Brot später zum Gehen bringt.

So habe ich’s gemacht:
  • Tag 1: 50 g Roggenmehl + 50 ml lauwarmes Wasser verrühren, abdecken, bei Zimmertemperatur stehen lassen.
  • Tag 2–5: Jeden Tag 50 g Mehl + 50 ml Wasser „füttern“, gut umrühren, wieder abdecken.
  • Ab Tag 3 solltest du Bläschen sehen und einen leicht säuerlichen Geruch wahrnehmen.
     
💡 Tipp: Nutze ein großes Glas, der Starter verdoppelt sich gerne mal über Nacht.
 

Mein Starter:

Mein erstes, zweites und auch drittes Brot, waren allesamt keine Glanzleistung ;) 
Also bitte gib nicht sofort auf! 
Ich habe festgestellt, dass man einfach herausfinden muss, wie es für ein am besten klappt!
 

Mein erstes Brot: 

Mit einem aktiven Starter kannst du dein erstes Brot backen.

Ich habe mich für ein einfaches Rezept entschieden:

 
  • 500 g Mehl, 350 ml Wasser, 10 g Salz, 100 g aktiver Starter.
  • Alles gut vermengen, 8–12 Stunden ruhen lassen, formen und bei 250 °C (mit Dampf) anbacken, dann 220 °C für ca. 30–35 Minuten fertig backen.
Das Ergebnis: eine knusprige Kruste, eine saftige Krume – und ein Geschmack, der nach „mehr davon“ schreit.

 

Sauerteig ist für mich nicht nur ein Brot-Trend.

Es ist ein Stück Selbstversorgung, ein kleiner Alltagsschritt zurück zu echter Handarbeit –
und eine Erinnerung daran, dass gutes Essen Zeit braucht.

Wenn du Lust hast, probier es aus.
In 5 Tagen kann auch in deiner Küche der Duft von frisch gebackenem Sauerteigbrot hängen
– und glaub mir, danach willst du nie wieder zurück.

So pflegst du deinen Starter:  

  • Regelmäßig füttern (alle 1–2 Tage bei Raumtemperatur, 1x pro Woche im Kühlschrank).
  • Nicht verrückt machen – Starter sind robust und verzeihen kleine Fehler.
  • Wenn er müde wird: Einfach 2–3 Tage am Stück täglich füttern, dann ist er wieder fit.

Mein Fazit: 

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